14. Kapitel: Fähre

Der Zwilipper Wohnplatz „Fähre“ bestand aus zwei Fährkrügen und zählte 1816 gerade einmal acht Einwohner. 1861 waren es 38 Personen in sechs Famnilien, 1871 waren es 22 Personen, 1885 19 und im Jahr 1905 22 Einwohner.
Die schon sehr alte Fähre war Eigentum des Jungfrauenklosters zu (Kolberg-) Altstadt. Schon 1159 ist dort von einer Brücke im Zuge der alten Salzstraße die Rede. 1808 brannten die Franzosen die dort vorhandene Holzbrücke ab. Erst 1882 wurde eine neue Brücke gebaut.

Am Ufer gab es zwei Fährkrüge. Dort war auch der Fährzoll zu entrichten -egal ob man die Brücke oder die Fähre über die Persante nutzte. Die Einwohner der adeligen Dörfer Lustebuhr, Peterfitz, Klaptow und Lübchow waren vom Fährzoll vollständig befreit. Die Bewohner der Dörfer Zwilipp, Wobrow, Stöckow, Quetzin, Poldemin, Jaasde, Damgardt, Bogenthin, Bartin und Degow waren zwar auch zollfrei, mussten aber die zur Instandhaltung der Brücke nötigen Hand- und Spanndienste unentgeldlich leisten und im Winter die Persante im bereich der Fähre eisfrei halten.

Die Fährkrüger mussten ihr Bier übrigens stets vom Amt Körlin holen, obwohl sie zum Amte Kolberg gehörten.

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