Vorwort der Verfasser

Diese Familienchronik ist entstanden im Frühjahr und Sommer des Jahres 1997. Fritz Kummrow, mit 72 Jahren Familienältester, hatte seit längerem Daten zusammengetragen. So auf Dorf- und Familientreffen, die er alle zwei Jahre in Bielefeld organisiert. Dabei hatten sich mehrere Quellen aufgetan: die Abschrift einer Familienchronik des Zwilipper Dorfschullehrers Ferdinand Asmus aus dem Jahr 1909, die Fritz Kummrow nach dem Tod des Berliner Droschkenfahrers Willi Kummrow von dessen Tochter bekam. Willi Kummrow hatte die Amus’sche Chronik 1967 bei dessen Enkelin Dr. Erika Ritter – seiner Hausärztin – abschreiben können. Dazu gab es zwei Dorfchroniken, deren Verfasser nicht mehr bekannt sind. Als letzte Quelle ist eine Familienchronik zu sehen, die Paul Kummrow Anfang der 70er Jahre in Borgholzhausen-Holtfeld niederschrieb. Sein Sohn Fritz übernahm das Erbe und schrieb diese Chronik fort für seinen Familienstamm. Weitere Anmerkungen für ihre Familien trugen seine jüngeren Brüder Hans und Werner Kummrow bei. Dazu kommen neuzeitliche Recherchen, so „Warum die Familie Kummrow heute am Teutoburger Wald wohnt“ oder „Was der Name Kummrow bedeutet“, initiert vom Autor.

Die vorliegende Familienchronik stellt eine Verknüpfung und Überprüfung aller verfügbaren Quellen dar. Sie wurde von Joachim Kummrow in Halle/Westfalen geschrieben und umfaßt die mehr fast 500jährige Familiengeschichte von der ersten bis zur zehnten Generation, ergänzt um Berichte über die Kummrowsche Urheimat, das kleine Dorf Zwilipp in Hinterpommern, sowie eine Abschrift der Hauptquelle und eine Retrospektive auf ihren Schreiber, den Dorflehrer Ferdinand Asmus. Um darüber hinaus ein Gefühl zu vermitteln, wie sich die Menschen in einer Zeit ohne Telefon unterhielten, ist eine kleine Sammlung von Sagen und Fabeln angefügt, die man sich nachweislich in Zwilipp erzählt hat.

Bleibt dem Herausgeber und dem Verfasser nur, den Lesern dieser Chronik Freude bei der Lektüre zu wünschen. Und, unsere Nachkommen aufzufordern, diese Geschichte nachhaltig fortzuschreiben.

„Sich seiner Vergangenheit
bewusst zu sein,
heißt Zukunft haben!“

So formulierte es der österreichische Schriftsteller Hans Lohberger. – Unseren Nachfahren bleibt zu wünschen, daß sie stolz sind auf ihre Herkommenschaft und zur Ehre ihrer Vorfahren und für die Zukunft ihrer Kinder das Wissen um die Vergangenheit bewahren.

Fritz Kummrow als Herausgeber, Bielefeld-Quelle im Oktober 1997
Joachim Kummrow als Autor, Halle/Westfalen im Oktober 1997

Kummrow — Eine Familie aus Pommern 1. Kapitel: Die Urväter aus Quetzin