Gruß aus Zwilipp IV

Der Kirchturm ist neu eingedeckt, der Efeu sauber gestutzt. Am Gasthaus prangen die ersten Werbeschilder und am Schulhaus rankt schmuckes Grün empor. Neu auf dieser Postkarte, die um 1939 entstanden sein soll, ist ein Blick über den Dorfteich. Auch dieser “Gruß aus Zwilipp” ist übrigens nie abgeschickt worden, sondern überstand als fotografische Erinnerung die Flucht nach Westfalen unbeschadet im Handgepäck von Charlotte Varchmin. Paul Kummrow, 1974 verstorbener Großvater des Autors, hatte vom Pastor Land gepachtet. Den Pachtzins zahlte er in Naturalien: Wann immer der Pastor nach Kolberg fahren wollte, musste Paul Kummrow seine Pferde anspannen. Seine letzte Tour als Droschkenfahrer des Pfarrers war ein Ausflug zum Zirkus nach Kolberg.

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